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Eingewöhnungszeit,Broder Jakob,"Nation-Hopping"...
alexwe, Samstag, 30. Juli 2011, 15:03
Der fünfte Tag, an dem ich jetzt in Uppsala bin bricht an und ich muss sagen, die Stadt gefällt mir. Mein Zimmer ist so, wie man sich ein typisches Studentenzimmer eben vorstellt: Bad,Schrank,Bett,Schreibtisch, Fenster...19m², reicht! Meine Zimmernachbarn auf dem Korridor scheinen auch alle total nett zu sein. Das tolle ist, dass ich der einzige Austauschstudent auf dem Korridor bin, wie ich es mir gewünscht habe...beste Vorraussetzungen um englisch und swedisch zu üben.
Ein paar Impressionen zu meiner Wohnung hier in Kantorsgatan...

meine Wohnung von außen

mein großer Schreibtisch

mein Fahrrad (unkaputtbar und nur ein Gang, ABER es fährt).
Des Weiteren hat das Wohnen in Kantorsgatan den großen Vorteil, dass man zwei Supermärkte in mehr oder weniger unmittelbarer Nähe hat und so was die Verpflegung angeht hier bestens aufgehoben ist.
Mein Zimmer liegt zum Glück in Richtung Nord-Osten...wäre dem nicht so, hätte ich ab Mittags hier ziemliche Probleme mit den Temperaturen, da das Wetter bisher immer sehr leicht einzuschätzen war: morgens bedeckt und kalt, gegen mittag die ersten Sonnenstrahlen und ab nachmittags Sonne satt! Das nenn ich Sommer. Daher hier noch ein Bild von meiner "Chill-out Zone" direkt am Fluss Fyrisån, der durch Uppsala fließt

Und wenn ich mir das Wetter heute so anschaue, werde ich wohl auch heute einen kleinen Abstecher an den Fluss machen. Man soll hier jeden Sonnenstrahl genießen, denn im Winter bleibt wohl genug Zeit, die man drinnen verbringen muss.
Was ich an sich über Uppsala sagen kann ist wohl, dass es eine verdammt schöne Stadt ist, die es sich lohnt auch als nicht-Student einmal zu besuchen.
Doch nun mehr vom Studentenleben und den ersten Informationsveranstaltungen. Ich als bekennender "Nichtsinger" muss mich sicherlich erst an schwedischen Unterricht gewöhnen, denn ja, die Schweden singen gerne. Das ist so das erste was ich mitbekommen habe, als wir vorgestern die erste Informationsveranstaltung zum Sprachkurs hatten. Schwedisch ist eine sehr rythmische und betonte Sprache, welche den anderen germanischen Sprachen wie deutsch, englisch oder auch niederländisch sehr ähnelt. Das soll auch einer der Hauptgründe sein, warum Deutsche keine sooo großen Probleme beim erlernen von schwedisch haben sollten. Anders ist das bei Asiaten, von denen auch eine beachtliche Zahl an dem Sprachkurs teilnimmt. Eine kleine Anekdote, die dabei einfach gesagt werden muss: Asiaten bekommen es einfach nicht hin, das "r" zu rollen...das ist so witzig. Bei der Informationsveranstaltung, wo wir unter anderem einen ersten Einblick in die Sprache bekommen haben, sollten wir einmal das "r" rollen. Hinter uns saßen fünf oder sechs Asiaten und jeder versuchte akribisch seine Zunge so zu verbiegen, dass doch endlich dieser Rolllaut herauskäme, vergebens...aber die Versuche hörten sich so witzig an. Für mich als "r"-Roller doch sehr verwunderlich aber aufgrund der komplett anderen Sprachen in Asien total nachvollziehbar...mir würde es in Asien wohl genau so gehen. Was mir noch aufgefallen ist war, dass die Asiaten akribisch alles mitgeschrieben und aufgezeichnet haben, was vorne an den viel zu modernen Overheadprojektor projiziert wurde, sogar das Lied Broder Jakob, was wir zu meinem Bedauern nicht nur einmal singen mussten ;).
Ab Montag geht es dann in kleineren Gruppen vormittags auf in den Sprachkurs und nachmittags ist dann schwedische Kultur angesagt. Was mich da erwartet weiß ich noch nicht genau. Die Themen sind: Schwedische Musik, Film, Essen und Geschichte. Ich lass mich überraschen...
Die Abende waren bisher geprägt vom sogenannten "Nation-Hopping". Wer schon einmal in Uppsala war, der weiß: hier geht nichts ohne die sogenannten studentischen Nationen. Diese repräsentieren jeweils ein Gebiet Schwedens und sind größtenteils für das Studentenleben außerhalb der Universität verantwortlich. Dementsprechend hat jede ihren eigenen Pub, Biergarten oder Disko. Um sich da das Beste rauszusuchen, muss man also erstmal diverse Pubs abklappern, was für uns heißt: nach einem Bier auf zur nächsten Nation. Ich denke aber, ich werde mir meine Nation nach dem Sportangebot aussuchen. Das dauert jedoch noch etwas, da das richtige Nationenleben erst Ende August anfängt, wenn die Studenten die Stadt zurückerobern und hier das Wintersemester beginnt.
Gestern Nachmittag dann stand eine stadtführung durch Uppsala auf der Agenda, was in Uppsala heißt: Dom besichtigen, Universitätsmuseum besichtigen (was ich jedem nur empfehlen kann, der hierher kommt) und ein kurzer Trip zu den wichtigsten Universitären Anlagen wie der Bibliothek. Dabei lernt man dann, dass Uppsala einmal eine der zwei Hauptstädte Schwedens war (weshalb diese riesige Universität hier ist und nicht in Stockholm) und viele historische Persönlichkeiten hier wirkten , wie beispielsweise Carl Linnaeus. Die einmalige Sammlung von Pflanzen, gepressten Fischen, Tieren und anderen Gegenständen, die Linnaeus für seine allumfassende Nomenklatur brauchte, kann man hier im Museum bestaunen...sehr beeindruckend. Anscheinend war es auch Linnaeus, der dem Menschen den Namen Homo Sapiens gab. Uppsala ist einfach der Nabel der Welt ;).
So, zum Schluss jetzt noch ein paar Impressionen von Uppsala

ein kleiner Ausschnitt eines Boulturniers, an dem wohl fast ganz Uppsala teilgenommen hat

ich glaube sowas in der Art wie eine Wassermühle

Fyrisån

eine der vielen Brücken

eine andere der vielen Brücken

perfekt zum einfach hinsetzen und lesen

Der Weg am Fluss

Das "Herz" Uppsalas...die Domkirche St. Erik
Ein paar Impressionen zu meiner Wohnung hier in Kantorsgatan...

meine Wohnung von außen

mein großer Schreibtisch

mein Fahrrad (unkaputtbar und nur ein Gang, ABER es fährt).
Des Weiteren hat das Wohnen in Kantorsgatan den großen Vorteil, dass man zwei Supermärkte in mehr oder weniger unmittelbarer Nähe hat und so was die Verpflegung angeht hier bestens aufgehoben ist.
Mein Zimmer liegt zum Glück in Richtung Nord-Osten...wäre dem nicht so, hätte ich ab Mittags hier ziemliche Probleme mit den Temperaturen, da das Wetter bisher immer sehr leicht einzuschätzen war: morgens bedeckt und kalt, gegen mittag die ersten Sonnenstrahlen und ab nachmittags Sonne satt! Das nenn ich Sommer. Daher hier noch ein Bild von meiner "Chill-out Zone" direkt am Fluss Fyrisån, der durch Uppsala fließt

Und wenn ich mir das Wetter heute so anschaue, werde ich wohl auch heute einen kleinen Abstecher an den Fluss machen. Man soll hier jeden Sonnenstrahl genießen, denn im Winter bleibt wohl genug Zeit, die man drinnen verbringen muss.
Was ich an sich über Uppsala sagen kann ist wohl, dass es eine verdammt schöne Stadt ist, die es sich lohnt auch als nicht-Student einmal zu besuchen.
Doch nun mehr vom Studentenleben und den ersten Informationsveranstaltungen. Ich als bekennender "Nichtsinger" muss mich sicherlich erst an schwedischen Unterricht gewöhnen, denn ja, die Schweden singen gerne. Das ist so das erste was ich mitbekommen habe, als wir vorgestern die erste Informationsveranstaltung zum Sprachkurs hatten. Schwedisch ist eine sehr rythmische und betonte Sprache, welche den anderen germanischen Sprachen wie deutsch, englisch oder auch niederländisch sehr ähnelt. Das soll auch einer der Hauptgründe sein, warum Deutsche keine sooo großen Probleme beim erlernen von schwedisch haben sollten. Anders ist das bei Asiaten, von denen auch eine beachtliche Zahl an dem Sprachkurs teilnimmt. Eine kleine Anekdote, die dabei einfach gesagt werden muss: Asiaten bekommen es einfach nicht hin, das "r" zu rollen...das ist so witzig. Bei der Informationsveranstaltung, wo wir unter anderem einen ersten Einblick in die Sprache bekommen haben, sollten wir einmal das "r" rollen. Hinter uns saßen fünf oder sechs Asiaten und jeder versuchte akribisch seine Zunge so zu verbiegen, dass doch endlich dieser Rolllaut herauskäme, vergebens...aber die Versuche hörten sich so witzig an. Für mich als "r"-Roller doch sehr verwunderlich aber aufgrund der komplett anderen Sprachen in Asien total nachvollziehbar...mir würde es in Asien wohl genau so gehen. Was mir noch aufgefallen ist war, dass die Asiaten akribisch alles mitgeschrieben und aufgezeichnet haben, was vorne an den viel zu modernen Overheadprojektor projiziert wurde, sogar das Lied Broder Jakob, was wir zu meinem Bedauern nicht nur einmal singen mussten ;).
Ab Montag geht es dann in kleineren Gruppen vormittags auf in den Sprachkurs und nachmittags ist dann schwedische Kultur angesagt. Was mich da erwartet weiß ich noch nicht genau. Die Themen sind: Schwedische Musik, Film, Essen und Geschichte. Ich lass mich überraschen...
Die Abende waren bisher geprägt vom sogenannten "Nation-Hopping". Wer schon einmal in Uppsala war, der weiß: hier geht nichts ohne die sogenannten studentischen Nationen. Diese repräsentieren jeweils ein Gebiet Schwedens und sind größtenteils für das Studentenleben außerhalb der Universität verantwortlich. Dementsprechend hat jede ihren eigenen Pub, Biergarten oder Disko. Um sich da das Beste rauszusuchen, muss man also erstmal diverse Pubs abklappern, was für uns heißt: nach einem Bier auf zur nächsten Nation. Ich denke aber, ich werde mir meine Nation nach dem Sportangebot aussuchen. Das dauert jedoch noch etwas, da das richtige Nationenleben erst Ende August anfängt, wenn die Studenten die Stadt zurückerobern und hier das Wintersemester beginnt.
Gestern Nachmittag dann stand eine stadtführung durch Uppsala auf der Agenda, was in Uppsala heißt: Dom besichtigen, Universitätsmuseum besichtigen (was ich jedem nur empfehlen kann, der hierher kommt) und ein kurzer Trip zu den wichtigsten Universitären Anlagen wie der Bibliothek. Dabei lernt man dann, dass Uppsala einmal eine der zwei Hauptstädte Schwedens war (weshalb diese riesige Universität hier ist und nicht in Stockholm) und viele historische Persönlichkeiten hier wirkten , wie beispielsweise Carl Linnaeus. Die einmalige Sammlung von Pflanzen, gepressten Fischen, Tieren und anderen Gegenständen, die Linnaeus für seine allumfassende Nomenklatur brauchte, kann man hier im Museum bestaunen...sehr beeindruckend. Anscheinend war es auch Linnaeus, der dem Menschen den Namen Homo Sapiens gab. Uppsala ist einfach der Nabel der Welt ;).
So, zum Schluss jetzt noch ein paar Impressionen von Uppsala

ein kleiner Ausschnitt eines Boulturniers, an dem wohl fast ganz Uppsala teilgenommen hat

ich glaube sowas in der Art wie eine Wassermühle

Fyrisån

eine der vielen Brücken

eine andere der vielen Brücken

perfekt zum einfach hinsetzen und lesen

Der Weg am Fluss

Das "Herz" Uppsalas...die Domkirche St. Erik
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