Uppsala Svergie
Montag, 15. August 2011
Stockholm, Åland und die Suche nach dem heiligen Grahl
alexwe, Montag, 15. August 2011, 20:18
Es ist noch nicht so lange her, dass ich meinen letzten Blogbeitrag geschrieben hab und schon habe ich wieder so viel erlebt, dass es eines neuen Beitrags bedarf, um euch alle auf dem neusten Stand zu halten.
Wie die meisten von euch wissen, mache ich (wie fast jeder hier) bei den Kulturveranstaltungen im Rahmen des Sprachkurses mit. Dazu gehören unter anderem Fahrten nach Stockholm und Uppland (das Gebiet um Uppsala). Da die Stockholmtour bei uns letzten Sonntag so ins Wasser gefallen ist, hatte ich ja geschworen, in das sonnige Stockholm zurückzukehren und hier Bilder hochzuladen. Das ich dies allerdings schon dieses Wochenende machen würde, hätte ich selbst nicht geglaubt. Allerdings spielte das Wetter am Wochenende mehr als mit! Mein einziges komplett freies Wochenende, an dem man auf eigene Faust was unternehmen kann und 30 grad und Sonnenschein: das nenne ich nicht studieren, das nenne ich Urlaub :).
Wie auch immer. An dieser Stelle nochmal vielen herzlichen Dank an Klatti, der einen Großteil meiner Sachen per Auto mitgenommen hat und von Mariefred am Samstagmorgen in aller Herrgottsfrühe nach Uppsala aufgebrochen ist, um sie mir zu überbringen.
Da sein Weg zurück mehr oder weniger eh über Stockholm führte, packte ich die Gelegenheit beim Schopf und eine halbe Stunde später waren zwei durchgeknallte Metalheads in einem Opel Corsa (der halb am zerfallen war) und Banditrock im Radio auf dem Weg durch tiefste schwedische Wildnis nach Stockholm.
Ich bereuhe es keinesfalls, dass Klatt am Steuer saß. Wer noch nie mit dem Auto durch Stockholm gefahren ist, sollte bei seinem ersten Versuch glaube ich etwas vorsichtig sein. Wie Klatt es schon richtig beschrieb auf unserer kleinen Reise ist Stockholm verkehrstechnisch wie eine große Einbahnstraße. Fährt man einmal falsch ab, kommt man so schnell nichtmehr an den Punkt zurück, an den man eigentlich wollte. Daher ließ Klatt mich verständlicherweise auch nicht direkt in Stockholm Citycenter raus, sondern etwas abseits in Skärholmen. Von da ging meine Reise dann direkt nach Slussen, einem der Zentren von Stockholm.







Von da aus wollte ich eigentlich zu Fuß nach Gamla Stan, der Altstadt von Stockholm, um von da aus in den Norden der Stadt aufzubrechen. Das Wetter und die doch relativ großen Entfernungen machten es jedoch nahezu unmöglich den ganzen tag zu Fuß unterwegs zu sein. Ich entschloss mich also ein fahrrad zu mieten und der tag war gerettet. Anbei jetzt ein paar Impressionen, die die Schönheit Stockholms wohl besser beschreiben, als Worte










mein wohlverdientes "fika"...Kaffee in Schweden wird immer zelebriert :). Das macht mir das Land sehr sympathisch.
Zeit zum schlafen oder durchschnaufen blieb jedoch wenig, da für den nächsten Tag gleich eine weitere Reise geplant war: auf die finnische Inselgruppe Åland. Morgens um 8 Uhr in der Früh ging es mit Bus eine Stunde nach Grisslehamn und von da aus dann zwei Stunden nach Åland. Auch hier möchte ich wieder Bilder statt Worten sprechen lassen












Franz, Ich und Lauriane

Ich, Lauriane und Brian (der Fotochinese ;) )

unsere Gruppe

Brian, Flo und Ich

Das interessante an unserer Tagestour war jedoch das Geo-Caching auf der Insel. Ganz richtig: wir sind Schatzsuchen gegangen! Vielleicht haben wir sogar einen der nördlichsten Geo-Chaches der Welt gefunden, wer weiß ;). Für die, die nicht wissen, was Geo-Chaching ist, hier eine kurze beschreibung von mir als Laien:

"Unter Geo-Chaching" versteht man das Eintippen von Koordinaten in ein Tragbares GPS-Gerät. Dieses Zeit den eingegebenen Punkt auf dem Display an. Nun ist es an dem Schatzsucher, sich auf den Weg zu diesem Punkt zu machen und ihn irgendwo im Umkreis dieser Koordinate zu finden!"

Soweit so gut. Der erste Geo-Cach auf Åland war kein Problem: Beweisbild



Der zweite jedoch führte uns Mitten in den tiefsten Wald, über Stock und Stein, mitten ins Niemandsland. Ich glaube, nichtmal Tiere verlieren sich in solche Gefilde. An der Koordinate angekommen, sah man erstmal NICHTS! Die Suche konnte losgehen, dauerte jedoch nur wenige Sekunden, da eine Felsspalte im Boden doch etwas zu offensichtlich als mögliches Versteck im Boden klaffte. und tatsächlich: ein Geo-Cach mitten im Nirgendwo....Grandios!





Immerhin, durch diese Art von Abenteuer gelangt man an Stellen, die man sonst nie zu Gesicht bekommen würde. Natur pur ist das Stichwort (wie Dittsche alias Olli Dittrich sagen würde). Geo-Caching, eine reine Weltidee!!!
Sichtlich gezeichnet von dem anstrengenden Tag, den vielen Kilometern zu Fuß und der unermütlich scheinenden Sonne, machten wir uns dann gegen halb sechs am Abend kaputt, aber zufrieden auf den Heimweg nach Uppsala.
Fast schon zu müde, um die Digitalcamera nochmal in die Abendsonne zu halten, gelang es mir letztlich doch noch, ein paar Impressionen vom Heimathafen zu schießen.









Rundum kann man sagen, ein schönes, freies Wochenende!

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Donnerstag, 11. August 2011
Irgendwo zwischen Himmel und Hölle
alexwe, Donnerstag, 11. August 2011, 19:33
...Ich denke so kann man zumindest den Tag heute beschreiben.
Eigentlich ging heute morgen alles ganz gut los als ich die Fenster öffnete und die Sonne in mein Gesicht schien. Ein schönes Bild, war der gestrige Tag doch total verregnet. Ich sattelte also ohne böse Gedanken meinen Drahtesel und fuhr los....50 Meter. Ein immer lauter werdendes Zischen machte mich darauf aufmerksam, dass irgendetwas mit meinem Vorderreifen nicht stimmte. und tatsächlich...platt! Glas! Na klasse...der Tag ging ja gut los. Alexander in Schweden, ohne Flickzeug um kurz vor 9 Uhr am Morgen, noch nichtmal richtig wach, kein Kaffee, kein Fahrradladen in Reichweite, nichts....außer der platte Vorderreifen und ich. Was hätte Mc Gyver an meiner Stelle gemacht? Flicken zwecklos. Der einzige Ausweg also: man nehme ein Vorderrad von einem der unzähligen kaputten oder halb kaputten Räder und montiere es an sein eigenes Rad.
Die Umsetzung dieser Idee war allerdings nicht so einfach wie das Finden des besagten "freien" Vorderrads. Doch wenn man selbst nicht mehr weiter weiß, dan ist irgendwo IMMER ein Klemptner mir Rohrzange zur Stelle, so auch dieses mal....ein Wink des Himmels. Ein Haus weiter packte einer dieser Retter grade sein Werkzeug zusammen. An dieser Stelle, auch wenn er diesen Blog wahrscheinlich nie lesen wird (und kein deutsch konnte), möchte ich mich in aller Aufrichtigkeit bei diesem Klemptner, dessen Namen ich nichtmal weiß, bedanken. Über eine Stunde schraubte er unermüdlich an meinem Farrad rum. Der erste versuch mit dem Reifenaustausch schlug fehl: die Lager fehlten. Der zweite Versuch war also: Schläuche wechseln. Dabei unterlief uns wahrscheinlich ein folgenschwerer Fehler. Da wir kein Flickzeug dabei hatten, halfen wir uns mit Pfeilen und anderem Handwerkszeug aus. Das zerstörte den Schlauch wohl letztendlich völlig. Jedenfalls so, dass er nach 5 min. immer wieder platt war.
Trotz alledem: so einen freundlichen und vor allem zu der Tageszeit so hilfsbereiten Menschen kann man wohl lange suchen.
Mir half es jedoch alles nichts. Letztendlich musste ich in die Stadt gehen und mein Fahrrad im Laden flicken lassen. Zeit für fika (Kaffee trinken): 10.35 Uhr am morgen. Sonne. Meinen Kurs heute werde ich wohl verpassen, so dachte ich. Naja, abwarten.
Erstmal war das Fahhrad in der Werkstatt. Zeit also, nach dem Kaffee einen Abstecher in die Stadtbibliothek von Uppsala zu machen.
DAS kann man für Bücherliebhaber wohl als Himmel bezeichnen! Ich habe in meinem Leben noch nie so eine moderne Bibliothek gesehen. Erstmal natürlich das Wichtigste: die Karte für die Bibliothek ist umsonst! Dann: die Bibliothek besitzt neben schwedischen auch eine ganze Reihe an englischsprachiger, deutschsprachiger, spanischer, französischer...soll ich noch weiter machen?...und und und Literatur. Sehr beeindruckend. Alles funktioniert automatisch über Computer, auch das Ab-/Zurückgeben. Ähnlich wie bei einem Pfandautomaten, gibt man die Bücher einfach auf eine Art Fließband und weg sind sie. Angegliedert an die Bibliothek sind ein Café und natürlich eine Menge Sitzmöglichkeiten, !Schachtische! und Arbeitsräume. Des Weiteren besitzt die Bibliothek überall kostenloses W-Lan. Grandios!
Zurück zu meinem Fahrrad. Strebsam, wie mich ja alle kennen ;), versuchte ich noch den letzten Rest meines Sprachkurses mitzunehmen und fuhr zum Sprachzentrum. Dort angekommen war der Kurs dann auch vorbei...immerhin, die Sonne schien. Ich entschied, angesport durch meinen neuen Vorderreifen, meinen Hinterreifen ebenfalls aufzupumpen...ein wie sich herausstellen sollte, weiterer folgenschwerer Fehler! Auf dem Weg zurück nach Kantorsgatan (meinem Zuhause) merkte ich, dass mein Hinterreifen einen merkwürdigen "Huckel" hatte. Dieser war zwar beim Fahren etwas nervig, störte meine wiederrerlangte gute Laune jedoch nicht weiter, denn die Sonne schien ja. Dann geschah es: kurz vor meinem Zuhause sprengte sich mein Hinterreifen mit einer athemberaubenden Selbstinszenierung was die Lautstärke betrifft, selbst in die Luft...Stille...
Was kann einem an so einem Tag eigentlich noch alles passieren?!!! Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie kam ich mir in dem Moment schon ziemlich bescheuert vor. Aber es half nichts, ich musste mein Fahrrad ein zweites Mal "einsenden". Diesmal jedoch nicht nur zum Flicken, den Flickzeug hatte ich mir ja wohlweißlich beim Vorderreifen gleich mitgekauft. Diesmal brauchte ich einen neuen Schlauch UND einen neuen Mantel.
Frei nach dem Motto: "man soll das Leben nehmen wie es ist", machte ich mir einen schönen Nachmittag in meiner neu entdeckten Bücheroase mitten in Uppsala.
Soviel zu meinem erlebten Tag heute.
Ansonsten sind jetzt üebr zwei Wochen vergangen und so langsam aber sicher gewöhnt man sich an das Studentenleben hier. Ich kann es mir noch nicht richtig vorstellen, wie es hier aussehen soll, wenn Winter ist. Das können hier wohl die wenigsten von uns Austauschstudenten.
Wettertechnisch hatten wir bisher bis auf zwei Tage richtig Glück, da so gut wie immer die Sonne schien außer natürlich wenn man sie unbedingt braucht, wie bei unserem Ausflug nach Stockholm. Dieser fiel dem Wortsinn entsprechend total ins Wasser. Unsere Altstadttour zu Fuß musste nach ca. 5 min. wegen sinnflutartigen Regenfällen abgebrochen werden. Dafür ging es in einem gemütlichen Café dann gleich zu dem über, was die Schweden eh am liebsten machen: "fika" oder zu deutsch "Kaffee trinken und leckere Sachen dazu essen". Von diesen leckeren Sachen gibt es hier tatsächlich so einige. Perfekter Ort also für einen passionierten Kaffeezeitliebhaber, wie ich einer bin. Was Stockholm angeht, werde ich mir die Stadt noch in aller Ruhe bei besserem Wetter ansehen. Ich rede hier immerhin von der Stadt meiner Träume. Die kann mir doch kein Wettergott verregnen.
Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Stockholms habe ich durch unsere Tour letzten Sonntag schon hinter mir gelassen: das Vasa-Museum. Nein, hier geht es nicht um Knäckebrot, wie man vermuten würde. Ich wüsste auch nicht, was man an Knäckebrot so alles ausstellen sollte. Hier geht es vielmehr um einen der größten "epic fails" oder auch eine der Größten, wenn nicht sogar die Größte (mehr oder weniger bewusste) Fehlkonstruktion in der Geschichte der Seefahrt. Ein Schiff Namens Vasa. Um kurz die Geschichte zusammenzufassen: die Vasa, benannt nach dem damaligen König Gustav II. Adolf Vasa hätte eigentlich der Stolz der Schwedischen Marine im 16. und 17. Jh. werden sollen. Wie wird man so ein Schiff? Richtig: in dem man die meisten Kanonen tragen kann. Als also eben erwähnter Gustav II. Adolf König von Schweden hörte, dass der Erzfeind Dänemark (keine Nationen haben übrigens so viele Kriege gegeneinander geführt , wie Schweden und Dänemark!) ein Schiff mit mehr Kanonen bauen will, als die Vasa hat (diese stand schon halbfertig in der Werft), beschloss er kurzerhand, noch ein paar Kanonen mehr auf die Vasa zu verfrachten. Dies ging nur, indem man das bereits im Bau befindliche Schiff nach oben hin vergrößert, also ein oder zwei zusätzliche Decks oben drauf setzt. Jeder wusste, das so eine Konstruktion niemals seetauglich sein würde, weil viel zu schwer. Keine wagte es aber dem König zu widersprechen. Man hoffte einfach nur, dass das Schiff die Fahrt bis auf die See übersteht und dann irgendwo da untergeht, damit man es auf die rauhe See schieben konnte. Letzte Konsequenz dieser Geschichte war der Untergang des "Stolzes der schwedischen Marine" nur 1500m entfernt von der Werft. Was Historiker bis heute beschäftigt ist, wie dieses Schiff überhaupt so weit kommen konnte, bevor es kenterte (witzige Annekdote nebenbei: das erste Kanonendeck lag komplett unter der Kiellinie/Wasseroberfläche). Ein Projekt, welches von vornherein komplett zum Scheitern verurteilt war. Ein Schiff, dass bei einer Schräglage von läppischen 6 Grad (das ist fast nichts!) kentert. Hochinteressant diese Schweden!!!
Zum Schluss meiner heutigen Ausführung noch die einfache Erklärung, warum diesmal keine Fotos beigefügt sind. Ich bin einfach zu blöd, um vernünftige Bilder zu knipsen. Zweitens hat es ja in Stockholm geregnet und ich möchte hier natürlich nur Bilder von Stockholm präsentieren, die vor Sonne nur so glänzen, damit jeder einmal einen Ausflug in diese wunderschöne Stadt macht.

Vi ses

euer Alex

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Mittwoch, 3. August 2011
Schweden 2.0
alexwe, Mittwoch, 3. August 2011, 09:58
Die erste Woche in Schweden ist um und trotz der vielen Gemeinsamkeiten mit Deutschland muss man doch konstatieren, dass es auch gravierende Unterschiede gibt. Beispiel: spätestens die Grünen würden in Deutschland auf die Barrikaden gehen, wenn ein Supermarkt seine Tiefkühlfächer einfach ohne Türen mitten in den Supermarkt stellen würde. Bei der großen schwedischen Supermarktkette ICA ist das ganz normal. Man kommt in den Laden und geht bibbernd vor Kälte wieder raus und das bei 30 Grad und Sonne. Energiesparen sieht, denke ich, anders aus.
Vom Wetter her kann ich hier echt nicht so viel meckern, wie über den Sprachkurs. Dieser ist momentan sehr..sagen wir: langwierig. Liegt vielleicht daran, dass ich schon ein paar Kenntnisse aus Deutschland mitbringe und an sich deutsch und schwedisch nah beieinander liegen. Dafür lernt man viele neue Leute kennen und vor allem Kulturen. Ich geb die Hoffnung trotzdem nicht auf. Vielleicht wir der Sprachkurs ja noch interessanter. Der "cultural stuff", also alles, was mit schwedischer Kultur zu tun hat, scheint jedoch echt gut durchorganisiert zu sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine deutsche Universität so viel Kultur für so wenig Geld anbieten würde. Beispiel: gestern hatten wir das große Thema "Swedish Food", also schwedisches Essen. Das sah in etwa so aus, dass zwei schwedische Ernährungswissenschaftlerinnen aus Uppsala vor unserem Kurs referierten. Das eigentlich interessante und wichtige waren aber die "Häppchen", die es zum probieren gab. Jeder kann sich denke ich vorstellen, was passiert, wenn man 140 Studenten auf Essen für umsonst loslässt. Das diese "Probieraktion" nicht in völligem Chaos endete, lag wohl an dem teilweise sehr gewöhnungsbedürftigen Essen, vor dem doch der Ein oder Andere zurückschrak. Lachs süß-salzig mit Pfefferrand, Hering, Köttbullar mit Marmelade, Rentierfleisch und Marzipanröllchen. Ich glaube das verdeutlicht in etwa, wie die Schweden nahrungstechnisch ticken: Salz, Zucker und natürlich Schnaps sind die wichtigsten Bestandteile einer ausgewogenen, schwedischen Ernährung. Klingt ein bischen gewöhnungsbedürftig, ist es auch.
Nach diesem anstrengenden kulturellen Ereignis war dann erstmal "Verdauen" angesagt. Und wie könnte man das besser als bei einer kleinen Tour in das -schwedische Outback- (Vorstadt). Eines fällt dabei gradezu ins Auge: sobald man aus der Innenstadt/dem Stadtkern in Richtung Ortsausgang fährt, desto weniger Verkehr kommt einem entgegen. Auf dem Weg zur Altstadt von Uppsala (Gamla Uppsala) kommt man sich teilweise vor, als wär man ganz alleine in Schweden. Schon ziemlich kurios, da man solche Verhältnisse im total zersiedelten Deutschland so gut wie nie vorfindet. Als Beweis hier zwei Bilder

eine leere Schnellstraße...gut, normalerweise findet man sochwas auch das Ein oder Andere mal in Deutschland, aber das man für Minuten kein Auto links oder rechts sieht, hat man in Deutschland denke ich nur ein paar mal in vier Jahren: wenn die deutsche Nationalmannschaft ein Turnier spielt und ganz Deutschland Fußball guckt.

Auf dem Weg nach Gamla Uppsala leere Fahrradwege und Straßen...schön, dass es noch Länder gibt, die nicht so total zersiedelt sind, wie Deutschland.
Was ich genau in Gamla Uppsala wollte, sollen die nächsten Bilder verdeutlichen...Sonnenuntergang








Und auf dem Weg nach Hause lief mir dann noch dieses niedliche Tier über den Weg

Ein Hedgehog oder zu deutsch: Igel...tolle Tiere irgendwie. Er schien jedenfalls großen Hunger gehabt zu haben, da er sich von mir in keinster Weise beim Grasen auf der Wiese aus der Ruhe bringen ließ.
Nach dem heutigen Sprachkurs dann ging es für viele von uns auf zu einer weiteren Attraktion, von der man in Schweden so einige hat: einen See. Das Problem an der Sache war nur, dass keine von uns genau wusste, wo dieser See ist, geschweige denn wie weit er von Uppsala entfernt liegt. Auf unseren Karten war er jedenfalls nicht mehr verzeichnet. Wir ließen uns davon natürlich nicht beirren und fuhren daher erstmal in die völlig falsche Richtung. All die Strapazen (Gegenwind, Fahrrad mit nur einem Gang etc.) sollten sich jedoch beim Anblick eines Paradebeispiels von schwedischem See in Luft auflösen.

Jang, Tim und Eddo auf der Suche nach dem Rest unserer Truppe







ein schwedisches Sommerhaus, 5m entfernt vom Seeufer


An sich kann man also sagen, hat sich der Ausflug gelohnt. Das Wetter war wie die gesamte letzte Woche klasse. Solange man hier Sonne hat, sollte man sie genießen und irgendwas draußen unternehmen. Diese Mentalität der Ureinwohner Schwedens, den Schweden, versuche ich so lange es das Wetter hergibt, nachzukommen.

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