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Stockholm 3.0
alexwe, Sonntag, 4. September 2011, 13:24
Gestern ging es zum nunmehr dritten mal in meine Stadt der Träume, Stockholm! Diesmal führte mich der Weg entlang der langgezogenen Hafenpromenade in Richtugn Skansen, der grünen Insel Stockholms und später in die Altstadt (Gamla stan). Hier ein paar Bilder, die den tag wohl am Besten beschreiben








meine einsame Bank auf der Insel Skansen mit Blick auf das Hafenbecken von Stockholm...hier lässt sich ein Wallander noch viel authentischer lesen als irgendwo anders! ;)

ja, die Stockholmer und ihre Statuen...

Riddarholmen



Stockholm: eine gelungene Mischung aus Alt (links) und Neu (rechts)
Von Riddarholmen (s. letzten Bilder) ging es weiter nach Gamla stan. Wie durch Zufall gelangte ich dort in einer Seitenstraße in eine sehr ulkige, alte Jazzbar, genannt Stampen!

Die Gelegenheit ließ ich mir natürlich nicht nehmen.

Livemusik in Stampen...ziemlich gut =)
Zum Schluss noch ein Bild zum Nachdenken









meine einsame Bank auf der Insel Skansen mit Blick auf das Hafenbecken von Stockholm...hier lässt sich ein Wallander noch viel authentischer lesen als irgendwo anders! ;)

ja, die Stockholmer und ihre Statuen...

Riddarholmen



Stockholm: eine gelungene Mischung aus Alt (links) und Neu (rechts)
Von Riddarholmen (s. letzten Bilder) ging es weiter nach Gamla stan. Wie durch Zufall gelangte ich dort in einer Seitenstraße in eine sehr ulkige, alte Jazzbar, genannt Stampen!

Die Gelegenheit ließ ich mir natürlich nicht nehmen.

Livemusik in Stampen...ziemlich gut =)
Zum Schluss noch ein Bild zum Nachdenken

Östgöta Nation - Studentens andra hem
alexwe, Dienstag, 30. August 2011, 18:34

Nein, das ist nicht die Universität hier in Uppsala. Das ist mein neues zweites Zuhause.
So viel ist in letzter Zeit passiert, dass ich nichtmehr dazu gekommen bin, noch etwas hier in den Blog zu schreiben. Die Orientierungswoche, in der die 1400 restlichen Austauschstudenten und diverse Tausend schwedische Studenten nach Uppsala zurückgekommen sind war so vollgepackt mit Events, dass ich eigentlich zu jedem einen eigenen Eintrag verfassen müsste. Da mir dazu schlichtweg die Zeit fehlt, wird dieser Beitrag hier einfach etwas länger.
Wo soll ich anfangen...das Wetter hier meint es immernoch relativ gut mit uns. Trotz einiger schlechterer Tage, überwiegt doch noch Sonnenschein, auch wenn es nichtmehr ganz so warm ist wie Anfang August. Komischerweise kann man das Wetter hier in etwa mit den Trinkgepflogenheiten der Schweden vergleichen: entweder ganz oder garnicht! Wenn es regnet, dann richtig und wenn ein Schwede sich die kante gibt, dann bis absolut nichts mehr geht...soll sich ja schließlich lohnen, der Spaß.
Dieses zumeist sonnige Wetter der letzten Tage brachte es mit sich, dass man nochmal jeden Biergarten der Nations hier ausprobieren konnte, bevor diese Anfang September die Saison schließen. Wer sich jetzt fragt, was genau es mit den nations auf sich hat, dem sei dies in Folgendem kurz erläutert:
Die Nationen in Uppsala gehen in ihrer Geschichte bis in die Frühe Neuzeit zurück. Seit dem 16. und 17. Jahrhundert repräsentieren die Nationen bestimmte Gebiete Schwedens (ungefähr mit den deutschen Bundesländern vergleichbar). Kam also beispielsweise ein Student aus Stockholm nach Uppsala um zu studieren, musste er hier der Stockholmer Nation beitreten. In den letzten jahren wurde diese Tradition jedoch gelockert, ja sogar auf freiwillige Basis heruntergesetzt. Man kann, egal wo man herkommt, jeder beliebigen Nation beitreten und kann es, wenn man möchte, auch ganz lassen. Dies würde ich jedoch keinem empfehlen, denn....die Nationen sind mehr oder weniger verantwortlich für das gesamte Studentenleben außerhalb der Uni. D.h. man kann sich dort treffen und fikan, mittag- oder abendessen, Sport treiben, und und und. Jede Nation hat ihren eigenen Pub, was für die Biertrinker sehr wichtig ist, da dort das Bier deutlich billiger ist als außerhalb der Nation (was in Schweden nicht heißt, dass Nationenbier billig ist). Jede Nation hat dabei ihre speziellen Angebote. Es gibt also Party-Nations die besondere Räumlichkeiten (Diskotheken) dafür besitzen oder Sport-Nations, welche besonderen oder besonders viel Sport anbieten.
Ich speziell habe mich für die Östgöta Nation entschieden. Hier kann man sechs Tage die Woche Kaffee trinken und sehr gemütlich in der nationseigenen Bibliothek lernen (und weiter Kaffee trinken). Wegen dieses hohen Kaffeekonsums wird die Nation bei uns deutschen auch "Beamtennation" genannt. Naja, ich kann mich damit anfreunden ;).
Neben Dem Aussuchen der richtigen Nation, ging es in Sachen Reisen auch weiter. Jetzt muss ich ja schon sagen vorletzten Sonntag ging es mit unserem Kurs in Richtung Linnés Hammerby, der Sommerresidenz Karls von Linné (auf den wie gesagt ganz Uppsala mördermäßig stolz ist, wie man an sehr vielen Straßennamen, Cafés usw. sehen kann).

Dieses Bild stellt mehr oder weniger den Hintergarten dar. Interessant dabei sind die Steine. Die lagen nämlich nicht immer so malerisch da. Die wurden im Auftrag Linnés so platziert (was für die Menschen damals etwas verstörend gewirkt haben muss, wenn man den Auftrag bekommt, riesige Steine im Wald zu verschieben). Seis drum, es sollte ja neben dem ästhetischen zweck auch einen wissenschaftlichem Zweck dienen. Besagter Karl von Linné sammelte nämlich nicht nur alles, was Beine, Flossen, Flügel oder Blätter hatte, nein, er züchtete auch verschiedene Arten Moos. Klingt komisch, is aber so! und dafür waren diese Steine da. Geklappt hat das wegen dem Klima natürlich nur sehr begrenzt. Weitaus interessanter war die Theorie Linnés (man möge es ihm verzeihen, da er im 18. Jh. lebte) das Steine wachsen, unzwar je nach Luftfeuchte und Gebiet unterschiedlich schnell. Und was macht ein Wissenschaftler, wenn er seine Theorie untersuchen will? Richtig, einen Versuch. Linné ließ also im Rythmus von fünf Jahren zwei identische Steine (einer trocken, einer feucht gelagert) genauestens abmessen. Da diese Idee jedoch wohl selbst für das 18. Jh. sehr an den haaren herbeigezogen klang, gab man den Versuch nach fünf Jahren dann auf. Wie auch immer, für mich ist und bleibt Linné eine sehr bemerkenswerte Persönlichkeit, an der man in Uppsala einfach nicht vorbeikommt.
Als zweites führte unsere Reise zum Skokloster slottet (Schloss).

Auch dieses weist eine sehr interessante Historie auf. Um es kurz zu machen: es geht um eine Streit zwischen Vater und Sohn. Der Vater möchte seinen Sohn mit einem hübschen, jungen Mädchen vermählen. Da sein Sohn jedoch in den Kämpfen des Dreißigjährigen Krieges feststeckt, entscheidet sich der Vater kurzerhand um und heiratet das Mädchen selber. Als nun sein Sohn nach hause kommt und endlich heiraten will, kann er seine ehemalige Braut Mutter nennen. Als Rache an seinem Vater baut der Sohn direkt neben der Residenz seines vaters ein Schloss, welches das Haus des vaters um ein vielfaches überstrahlen sollte. Das ist im wesentlichen die Geschichte von Skokloster slottet. Von da ging es dann weiter nach Sigtuna. Sagt einem das was? Nein? Na Sigtuna ist eine kleine Hafenstadt (besser gesagt ein Dorf) am großen See hier in Uppland, dem Mälaren. Soweit ja erstmal nichts ungewöhnliches. Jedoch wurden Teile von Pippi Langstrumpf und auch der berühmten deutschen TV-Serie Inga Lindström dort gedreht. Toll oder?

die Promenade Sigtunas. In 8 Minuten Fußmarsch geht man von einem Ende der Stadt zum anderen (um die Größenverhältnisse zu verdeutlichen).

der Mälaren
Letzten Samstag dann ging es, jetzt mit einer schon relativ dezimierten Reisegruppe (diese Fahrt war nichtmehr in dem Willkommenspaket mit drin) nach Mariefred und Gripsholms Castle. Sehr interessant war dabei die lange Busfahrt dorthin. Sobald man aus Uppsala herausfährt, kommt Meilenweit NUR WALD und ein paar Felder. Auf dem gesamten eineinhalbstündigen Weg durchfährt man keine einzige größere Stadt mehr! Sowas wäre in Deutschland undenkbar. Man merkt an sowas immer wieder, wie zersiedelt Deutschland doch ist. Zu Gripsholms Castle ist zu sagen: ein schönes, altes Schloss. Wer an Gemälden und Portraits so gut wie aller schwedischen Persönlichkeiten seit der frühen Neuzeit interessiert ist, der ist dort genau richtig. Mariefred, das Dorf zu dem Schloss liegt etwa 200m östlich vom Schloss entfernt und ist wie wohl fast jedes Dorf am Mälaren malerisch schön.

Gripsholms Castle



typische Gasse in mariefred mit Schwedischen Holzhäusern

Blick auf den Mälaren
Soviel zu meinen Kurzreisen im Umland von Uppsala. Der erste Monat ist nun vorbei. Wie erwartet habe ich viel zu viel Geld ausgegeben, daher ein Rüffel von zu Hause bekommen und weiß trotzdem nicht, wie man in Schweden Geld sparen sollte. Zum Glück geht es nicht nur mir so, sondern auch etwa 1.500 weiteren Austauschstudenten aus aller Herren Ländern. Schweden ist und bleibt nun mal nicht billig!
Ein Monat ist vorbei und damit auch mein Intensivsprachkurs. Die Abschlussprüfung ist abgelegt und meine Aufnahmeprüfung für den fortgeschrittenen-Kurs Basic Swedish 3 ist auch geschrieben. Nun heißt es abwarten und Tee trinken.
Tee ist dabei das richtige Stichwort. Seit ein paar Tagen kann man mich wieder zu den Tee-Trinkern zählen. Das ist wohl meinem englischen Kumpel Eddo zu verdanken, der leider gestern wieder nach Hause fliegen musste, da er hier nur den Sprachkurs mitgemacht hat. Engländer und ihr Tee. Das ist schon etwas spezielles. Wenigstens hatte ich im Supermarkt einen kompetenten Berater was guten englischen Tee angeht an meiner Seite ;).
Der erste Part meines Auslandssemesters ist nun vorbei. Jetzt geht es ans Geschichtsstudium. Mein erster Kurs, wie könnte er auch anders heißen als „Swedish History“ startet morgen. Mal sehen, was mich da erwartet.
Wenn das Wetter nicht mitspielt
alexwe, Samstag, 20. August 2011, 16:38
Ja so ist das manchmal. Seit gestern abend bin ich echt froh, im dritten Stock zu wohnen. Straßen verwandeln sich zu Flüssen und kein Ende in Sicht: das ist die andere Seite des schwedischen Sommers. Hatten wir bisher echtes Glück mit dem Wetter, so scheint es jetzt so, als wolle Petrus uns den ausgebliebenen Regen der vergangenen dreieinhalb Wochen an nur zwei Tagen zurückschicken.
Durchgehend solch starken Regen habe ich in Deutschland selten erlebt. Zum Glück habe ich hier ein Dach über dem Kopf. Meine Pläne heute, mal etwas weiter mit dem Fahrrad hinauszufahren und mir vielleicht eine kleinere Stadt im Umkreis anzugucken mus ich wohl nach hinten verschieben. Immerhin bleibt jetzt etwas Zeit für all die Sachen, die man sonst bei herrlichem Sonnenschein eher vernachlässigt: schlafen, waschen, kochen und lernen.
Hier noch eine witzige Annekdote aus der schwedischen Sprache: Wie nennt man die Zeichentrickfigur "Batman" auf schwedisch..? Na? Kommt keiner drauf? Ist auch echt schwer...im schwedischen heißt Batman "Lederlappen"...ist wirklich wahr.
So ich denke mal ich werde jetzt weiter Schwedisch lernen und dabei Jazz hören (zum Glück gibt es shoutcast :) http://www.shoutcast.com/radio/jazz )
Bis dahin
Alex
Durchgehend solch starken Regen habe ich in Deutschland selten erlebt. Zum Glück habe ich hier ein Dach über dem Kopf. Meine Pläne heute, mal etwas weiter mit dem Fahrrad hinauszufahren und mir vielleicht eine kleinere Stadt im Umkreis anzugucken mus ich wohl nach hinten verschieben. Immerhin bleibt jetzt etwas Zeit für all die Sachen, die man sonst bei herrlichem Sonnenschein eher vernachlässigt: schlafen, waschen, kochen und lernen.
Hier noch eine witzige Annekdote aus der schwedischen Sprache: Wie nennt man die Zeichentrickfigur "Batman" auf schwedisch..? Na? Kommt keiner drauf? Ist auch echt schwer...im schwedischen heißt Batman "Lederlappen"...ist wirklich wahr.
So ich denke mal ich werde jetzt weiter Schwedisch lernen und dabei Jazz hören (zum Glück gibt es shoutcast :) http://www.shoutcast.com/radio/jazz )
Bis dahin
Alex
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