Schweden 2.0
alexwe, Mittwoch, 3. August 2011, 09:58
Die erste Woche in Schweden ist um und trotz der vielen Gemeinsamkeiten mit Deutschland muss man doch konstatieren, dass es auch gravierende Unterschiede gibt. Beispiel: spätestens die Grünen würden in Deutschland auf die Barrikaden gehen, wenn ein Supermarkt seine Tiefkühlfächer einfach ohne Türen mitten in den Supermarkt stellen würde. Bei der großen schwedischen Supermarktkette ICA ist das ganz normal. Man kommt in den Laden und geht bibbernd vor Kälte wieder raus und das bei 30 Grad und Sonne. Energiesparen sieht, denke ich, anders aus.
Vom Wetter her kann ich hier echt nicht so viel meckern, wie über den Sprachkurs. Dieser ist momentan sehr..sagen wir: langwierig. Liegt vielleicht daran, dass ich schon ein paar Kenntnisse aus Deutschland mitbringe und an sich deutsch und schwedisch nah beieinander liegen. Dafür lernt man viele neue Leute kennen und vor allem Kulturen. Ich geb die Hoffnung trotzdem nicht auf. Vielleicht wir der Sprachkurs ja noch interessanter. Der "cultural stuff", also alles, was mit schwedischer Kultur zu tun hat, scheint jedoch echt gut durchorganisiert zu sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine deutsche Universität so viel Kultur für so wenig Geld anbieten würde. Beispiel: gestern hatten wir das große Thema "Swedish Food", also schwedisches Essen. Das sah in etwa so aus, dass zwei schwedische Ernährungswissenschaftlerinnen aus Uppsala vor unserem Kurs referierten. Das eigentlich interessante und wichtige waren aber die "Häppchen", die es zum probieren gab. Jeder kann sich denke ich vorstellen, was passiert, wenn man 140 Studenten auf Essen für umsonst loslässt. Das diese "Probieraktion" nicht in völligem Chaos endete, lag wohl an dem teilweise sehr gewöhnungsbedürftigen Essen, vor dem doch der Ein oder Andere zurückschrak. Lachs süß-salzig mit Pfefferrand, Hering, Köttbullar mit Marmelade, Rentierfleisch und Marzipanröllchen. Ich glaube das verdeutlicht in etwa, wie die Schweden nahrungstechnisch ticken: Salz, Zucker und natürlich Schnaps sind die wichtigsten Bestandteile einer ausgewogenen, schwedischen Ernährung. Klingt ein bischen gewöhnungsbedürftig, ist es auch.
Nach diesem anstrengenden kulturellen Ereignis war dann erstmal "Verdauen" angesagt. Und wie könnte man das besser als bei einer kleinen Tour in das -schwedische Outback- (Vorstadt). Eines fällt dabei gradezu ins Auge: sobald man aus der Innenstadt/dem Stadtkern in Richtung Ortsausgang fährt, desto weniger Verkehr kommt einem entgegen. Auf dem Weg zur Altstadt von Uppsala (Gamla Uppsala) kommt man sich teilweise vor, als wär man ganz alleine in Schweden. Schon ziemlich kurios, da man solche Verhältnisse im total zersiedelten Deutschland so gut wie nie vorfindet. Als Beweis hier zwei Bilder

eine leere Schnellstraße...gut, normalerweise findet man sochwas auch das Ein oder Andere mal in Deutschland, aber das man für Minuten kein Auto links oder rechts sieht, hat man in Deutschland denke ich nur ein paar mal in vier Jahren: wenn die deutsche Nationalmannschaft ein Turnier spielt und ganz Deutschland Fußball guckt.

Auf dem Weg nach Gamla Uppsala leere Fahrradwege und Straßen...schön, dass es noch Länder gibt, die nicht so total zersiedelt sind, wie Deutschland.
Was ich genau in Gamla Uppsala wollte, sollen die nächsten Bilder verdeutlichen...Sonnenuntergang




Und auf dem Weg nach Hause lief mir dann noch dieses niedliche Tier über den Weg

Ein Hedgehog oder zu deutsch: Igel...tolle Tiere irgendwie. Er schien jedenfalls großen Hunger gehabt zu haben, da er sich von mir in keinster Weise beim Grasen auf der Wiese aus der Ruhe bringen ließ.
Nach dem heutigen Sprachkurs dann ging es für viele von uns auf zu einer weiteren Attraktion, von der man in Schweden so einige hat: einen See. Das Problem an der Sache war nur, dass keine von uns genau wusste, wo dieser See ist, geschweige denn wie weit er von Uppsala entfernt liegt. Auf unseren Karten war er jedenfalls nicht mehr verzeichnet. Wir ließen uns davon natürlich nicht beirren und fuhren daher erstmal in die völlig falsche Richtung. All die Strapazen (Gegenwind, Fahrrad mit nur einem Gang etc.) sollten sich jedoch beim Anblick eines Paradebeispiels von schwedischem See in Luft auflösen.

Jang, Tim und Eddo auf der Suche nach dem Rest unserer Truppe




ein schwedisches Sommerhaus, 5m entfernt vom Seeufer

An sich kann man also sagen, hat sich der Ausflug gelohnt. Das Wetter war wie die gesamte letzte Woche klasse. Solange man hier Sonne hat, sollte man sie genießen und irgendwas draußen unternehmen. Diese Mentalität der Ureinwohner Schwedens, den Schweden, versuche ich so lange es das Wetter hergibt, nachzukommen.
Vom Wetter her kann ich hier echt nicht so viel meckern, wie über den Sprachkurs. Dieser ist momentan sehr..sagen wir: langwierig. Liegt vielleicht daran, dass ich schon ein paar Kenntnisse aus Deutschland mitbringe und an sich deutsch und schwedisch nah beieinander liegen. Dafür lernt man viele neue Leute kennen und vor allem Kulturen. Ich geb die Hoffnung trotzdem nicht auf. Vielleicht wir der Sprachkurs ja noch interessanter. Der "cultural stuff", also alles, was mit schwedischer Kultur zu tun hat, scheint jedoch echt gut durchorganisiert zu sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine deutsche Universität so viel Kultur für so wenig Geld anbieten würde. Beispiel: gestern hatten wir das große Thema "Swedish Food", also schwedisches Essen. Das sah in etwa so aus, dass zwei schwedische Ernährungswissenschaftlerinnen aus Uppsala vor unserem Kurs referierten. Das eigentlich interessante und wichtige waren aber die "Häppchen", die es zum probieren gab. Jeder kann sich denke ich vorstellen, was passiert, wenn man 140 Studenten auf Essen für umsonst loslässt. Das diese "Probieraktion" nicht in völligem Chaos endete, lag wohl an dem teilweise sehr gewöhnungsbedürftigen Essen, vor dem doch der Ein oder Andere zurückschrak. Lachs süß-salzig mit Pfefferrand, Hering, Köttbullar mit Marmelade, Rentierfleisch und Marzipanröllchen. Ich glaube das verdeutlicht in etwa, wie die Schweden nahrungstechnisch ticken: Salz, Zucker und natürlich Schnaps sind die wichtigsten Bestandteile einer ausgewogenen, schwedischen Ernährung. Klingt ein bischen gewöhnungsbedürftig, ist es auch.
Nach diesem anstrengenden kulturellen Ereignis war dann erstmal "Verdauen" angesagt. Und wie könnte man das besser als bei einer kleinen Tour in das -schwedische Outback- (Vorstadt). Eines fällt dabei gradezu ins Auge: sobald man aus der Innenstadt/dem Stadtkern in Richtung Ortsausgang fährt, desto weniger Verkehr kommt einem entgegen. Auf dem Weg zur Altstadt von Uppsala (Gamla Uppsala) kommt man sich teilweise vor, als wär man ganz alleine in Schweden. Schon ziemlich kurios, da man solche Verhältnisse im total zersiedelten Deutschland so gut wie nie vorfindet. Als Beweis hier zwei Bilder

eine leere Schnellstraße...gut, normalerweise findet man sochwas auch das Ein oder Andere mal in Deutschland, aber das man für Minuten kein Auto links oder rechts sieht, hat man in Deutschland denke ich nur ein paar mal in vier Jahren: wenn die deutsche Nationalmannschaft ein Turnier spielt und ganz Deutschland Fußball guckt.

Auf dem Weg nach Gamla Uppsala leere Fahrradwege und Straßen...schön, dass es noch Länder gibt, die nicht so total zersiedelt sind, wie Deutschland.
Was ich genau in Gamla Uppsala wollte, sollen die nächsten Bilder verdeutlichen...Sonnenuntergang




Und auf dem Weg nach Hause lief mir dann noch dieses niedliche Tier über den Weg

Ein Hedgehog oder zu deutsch: Igel...tolle Tiere irgendwie. Er schien jedenfalls großen Hunger gehabt zu haben, da er sich von mir in keinster Weise beim Grasen auf der Wiese aus der Ruhe bringen ließ.
Nach dem heutigen Sprachkurs dann ging es für viele von uns auf zu einer weiteren Attraktion, von der man in Schweden so einige hat: einen See. Das Problem an der Sache war nur, dass keine von uns genau wusste, wo dieser See ist, geschweige denn wie weit er von Uppsala entfernt liegt. Auf unseren Karten war er jedenfalls nicht mehr verzeichnet. Wir ließen uns davon natürlich nicht beirren und fuhren daher erstmal in die völlig falsche Richtung. All die Strapazen (Gegenwind, Fahrrad mit nur einem Gang etc.) sollten sich jedoch beim Anblick eines Paradebeispiels von schwedischem See in Luft auflösen.

Jang, Tim und Eddo auf der Suche nach dem Rest unserer Truppe




ein schwedisches Sommerhaus, 5m entfernt vom Seeufer

An sich kann man also sagen, hat sich der Ausflug gelohnt. Das Wetter war wie die gesamte letzte Woche klasse. Solange man hier Sonne hat, sollte man sie genießen und irgendwas draußen unternehmen. Diese Mentalität der Ureinwohner Schwedens, den Schweden, versuche ich so lange es das Wetter hergibt, nachzukommen.